Play Date - Kunst trifft Spiel
Ephra Talk
Öffentliches Gespräch für Erwachsene
Unterstützt von Volkswagen Group Art4All
Di, 28.04.2026, 18 Uhr
im Ephra Haus, Köpenicker Straße 179, 10997 Berlin
Für Erwachsene
Ohne Anmeldung | Eintritt frei
PLAYDATE: Wenn Kunst zum Spiel wird – und das Spiel zur Kunst
Was passiert, wenn wir die gängigen Spielregeln vergessen? Wenn wir Museen nicht mehr nur betreten, sondern erobern, wenn Kunst nicht mehr stumm an Wänden hängt, sondern uns zuflüstert: „Komm, spiel mit!“ PLAYDATE ist eine Einladung, die Grenzen zwischen Betrachter*in und Schöpfer*in zu verwischen. Eine Einladung, die Welt mit offenen, neugierigen Augen zu sehen und gemeinsam über die Mauern der Konvention zu springen.
Im Ephra Haus wird das Spiel zum künstlerischen Werkzeug, die Kunst zum kollektiven Abenteuer.
Programm und Gäste:
Gäste
Carsten Höller, Künstler, Autor und Verfasser von „Book of Games“.
Seine Arbeiten verstehen sich als radikale Experimente, die das Verhalten und die Interaktion von Menschen untersuchen und gezielt zur aktiven Teilnahme auffordern. In großformatigen, immersiven Installationen – von begehbaren Umgebungen bis hin zu spektakulären Rutschen – schafft er Erfahrungsräume, die Wahrnehmung und Entscheidungsprozesse hinterfragen. International bekannt wurde Höller durch Projekte wie seine Installation in der Turbinenhalle der Tate Gallery in London oder partizipative Arbeiten im Hamburger Bahnhof in Berlin. Neben seiner Ausstellungstätigkeit realisiert er auch interdisziplinäre Formate, darunter das Restaurant „Brutalisten“ in Stockholm sowie „The Double Club“. Geboren 1961 in Brüssel, lebt und arbeitet Höller heute in Stockholm und Biriwa, Ghana.
Jenny Schlenzka, Direktorin Gropius Bau
Sie ist seit September 2023 Direktorin des Gropius Bau und zählt zu den prägenden Stimmen für performative und transdisziplinäre Kunstformate der Gegenwart. Zuvor war sie über 20 Jahre in New York tätig, zuletzt als Direktorin des Performance Space New York, wo sie eng mit internationalen Künstler*innen zusammenarbeitete und diese aktiv in institutionelle Prozesse einbezog. Am MoMA PS1 in Queens entwickelte sie innovative Ausstellungsformate für performative Kunst und initiierte mit den „Sunday Sessions“ ein offenes, wöchentliches Live-Programm. Davor war sie am Museum of Modern Art die erste Kuratorin mit Schwerpunkt Performance und baute diesen Bereich maßgeblich mit auf. Im Zentrum von Jenny Schlenzkas Arbeit steht eine künstler*innenorientierte Praxis, die zeitgenössische Kunst als gesellschaftlichen Diskursraum versteht.
Moderation
Sebastian Frenzel, Stellvertretender Chefredakteur Monopol Magazin.
Mit scharfem Blick für aktuelle Diskurse prägt er die inhaltliche Ausrichtung des Monopol Magazins und des Podcasts Kunst & Leben. In seinen Artikeln beobachtet er die Schnittstellen zwischen Kunst, Gesellschaft und kultureller Transformation.
Kürzlich fragte er in seinem Artikel "Geniale Dilettanten der Empathie", ob die wachsende Fokussierung der Kunstwelt auf Kinder eine Flucht vor der düsteren Weltlage sei, oder ein Zeichen für einen fundamentalen Sinneswandel? Er analysiert, wie Institutionen am Beispiel des Hauses der Kunst München oder des Kunstvereins Hannover Kinder nicht länger als störende Besucher, sondern als kreative Mitgestalter begreifen.
Impressum:
Projektmanagement und künstlerische Leitung: Rebecca Raue
Konzeption, Artist Relation: Sassa Trülzsch, Rebecca Raue
Assistenz: Sara Rosenkranz
Öffentlichkeitsarbeit und Outreach: Sassa Trülzsch und Sarah Schurian
Raumkonzept und Umsetzung: Rebecca Raue, Janna Schaar
Projektassistenz: Sarah Schurian
Grafik: Stefan Joachim
Texte: Sassa Trülzsch
Social Media: Sarah Schurian
Technische Assistenz: Rodger Brown
Medienproduktion: art/beats
Copyright: Tamara Eckhardt / Ostkreuz
Diese Projekt ist gefödert durch Volkswagen Group Art4All. Wir bedanken uns bei unseren Förderern.